Sonntag, 25. September 2016

Keiner wird es wagen...


Sonntag, 19:32 Uhr, der 1. FC Köln ist weiter ungeschlagen in der noch jungen Saison. Auch das Spielzeug vom durchgeknallten Dosenbesitzer aus Österreich schaffte es nicht, die Truppe von Peter Stöger zu bezwingen. Damit kassierte der #effzeh seine letzte Niederlage in der Bundesliga am 10.04.2016 im Heimspiel gegen Leverkusen und konnte seitdem 5 Siege und 5 Unentschieden einfahren.

Wird es denn wirklich keiner wagen, uns, den FC Köln zu schlagen?

Es ist schon bemerkenswert, was die handelnden Personen aus diesem Verein gemacht haben. Wäre die Mannschaft vor einigen Jahren nach den Rückständen wie gegen Schalke, oder auch heute, noch regelmäßig zusammengebrochen und auseinander gefallen, rappeln sich die Mannen von Peter Stöger immer wieder auf und schlagen gnadenlos zurück. Wieder einmal war es Yuya Osako, der die Führung des Gegners egalisierte. Wie schon auf Schalke, folgte auch heute ein kleiner Geniestreich, als er den Ball im 16er annahm, sich wie einst Gerd Müller auf dem Bierdeckel drehte und den Ball in die kurze Ecke drosch.

Wahnsinn, eine Lautstärke, die man sonst nur bei Toren gegen Gladbach kennt, schallt durch Köln Müngersdorf. Da sollten einige Rentner vor Schreck von ihrer Couch gefallen sein.

Aber es imponiert, wie sich die Mannschaft nach den Rückständen immer wieder zurück in die Partien gekämpft hat. Sicher gehörte die Anfangsphase heute Leipzig, aber nach dem frühen 1:0 durch den jungen Schotten Burke in der 4. Minute, schüttelte man sich kurz und nahm das Spiel an. Nach nun 3 Spielen in 7 Tagen war es schon überraschend, dass Peter Stöger "nur" auf zwei Positionen durchtauschte. Wobei die eine so sicher nicht geplant war, als heute Marco Höger noch kurzfristig passen musste. So begann Jonas Hector heute im defensiven Mittelfeld und Zoller für Jojic auf der linken Außenbahn. Um es vorweg zu nehmen, eine Bewerbung für nächste Woche gegen München war es nicht, was der 25 Jährige heute auf den Platz brachte. Für Hector ging Konstantin Rausch auf die Position des linken Verteidigers, ansonsten blieb alles so wie es war.

 Leipzig presste früh und begann schon 10 Meter vor dem gegnerischen Strafraum den #effzeh anzulaufen und zu Fehlern zu zwingen. Da meine Einstellung es mir verbot in den vergangenen Wochen Spiele mit Beteiligung von Leipzig anzuschauen, war ich schon etwas überrascht über diesen aggressiven und laufintensiven Fußball, die die Jungs von Ralph Hasenhüttl auf die Wiese brachten. Aber bis auf einen kurzen Wackler, stand auch heute wieder die Defensive des #effzeh ziemlich sicher. Vor allem Mavraj und Sörensen (hat der überhaupt einen Zweikampf verloren? Ist das eine Maschine..) wussten im Verbund zu überzeugen.

Jonas Hector zog die Strippen in Mittelfeld, Lehmann war fürs Absichern zuständig und das Spiel wurde immer über die Außen angetrieben. Wobei dies gerade auf der linken Seite mehr von Linksverteidiger kam, als von Zoller. Auf rechts lief Risse mit der Energie eines Duracell Hasen die Linie rauf und runter, als gäbe es kein Morgen. So mussten die #effzeh Anhänger also bis zur 25. Minute warten, als Rausch unseren Japaner bediente und das Stadion zum explodieren brachte. Osako ist für mich wie ein Neuzugang zu werten. Endlich darf er im Sturm ran, endlich zeigt er das, wofür er geholt worden ist und belohnt sich für seine Arbeit.

In den folgenden Minuten bis zum Halbzeitpfiff, wäre es nicht mal unverdient gewesen, wenn der #effzeh die Partie noch gedreht hätte. Gnadenlos rannte man auf das Leipziger Tor an, aber es sollte leider nicht sein. Kurz vor der Pause versuchte es Tony noch mal mit einem Seitfallzieher á la Roda Antar, doch er traf den Ball nicht und so ging es dann auch gerecht mit einem 1:1 in die Pause.

Ab der 55. Minute sah man jedoch mehr und mehr die Kräfte der Kölner schwinden und Leipzig kam immer besser ins Spiel, ohne aber wirklich torgefährlicher zu werden. Zu dem Zeitpunkt blendete Sky zwar eine Torschussstatistik von 10:10 ein, jedoch  habe ich mich gefragt, was die da alles als Torschuss gewertet haben, oder das Spiel muss in den 5 Minuten, in denen ich mein Essen vom Lieferdienst entgegen genommen habe, komplett eskaliert sein.

Was Leipzig allerdings noch an Offensive auf der Bank hat, ist schon bemerkenswert. So konnte man im Verlaufe des Spiels noch mal nachlegen und brachte mit Poulsen und Werner weitere Stürmer und wollte das Spiel für sich entscheiden. Jedoch sollte dies nicht klappen und auch der "Lucky Punch" durch einen Treffer in der Nachspielzeit blieb beiden Mannschaften verwehrt.

So fährt die Mannschaft kommende Woche aufs Oktoberfest und tritt nebenbei noch zum lockeren Kick bei den Bayern an.  Das einfachste Spiel der Saison. Kannste nichts verlieren. Mal sehen was Peter Stöger dieses Mal aus dem Hut zaubert und ob die Serie hält.

Aber wir halten es wie Jörg Schmadtke, bleiben ruuuuuuhiiiig und denken weiter brav daran, dass wir erstmal noch 29 Punkte sammeln müssen.

Außerdem wird es eh keiner wagen...


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